Montag, 21. November 2011

100 Jahre SPD im Zwickauer Stadtrat


009Am vergangenen Sonntag feierte die SPD Zwickau 100 Jahre Mitgliedschaft im Stadtrat. Im November 1911 konnten die Zwickauer Sozialdemokraten, die schon lange im Dresdner Landtag und Berliner Reichstag vertreten waren, endlich auch Mandate im Stadtrat erringen. Dieses große Jubiläum wurde mit einem Festakt im Robert-Schumann-Haus angemessen gewürdigt. Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Jens Heinzig, hob in seiner Rede hervor, wie die SPD als einzige deutsche Partei überhaupt auf eine so lange Tradition zurück blicken kann. Zugleich zeigt 259der Rückblick auf die letzten 100 Jahre, dass die totalitären Regime des 20. Jahrhunderts tiefe Wunden und Lücken in der deutschen Sozialdemokratie hinterlassen haben. Dass der 40-jährige Traditionsabbruch unter dem SED-Regime in Zwickau und den neuen Ländern bis heute die Arbeit der SPD behindert, hob der Festredner des Tages, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, hervor. Im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse um die sogenannte "Zwickauer Terrorzelle" sprach Thierse von 237einem "bösen Zufall", der die drei Terroristen ausgerechnet in unsere Stadt geführt hat.
Über das gesamte Wochenende war eine Delegation der Dortmunder SPD zu Gast in Zwickau. Die Genossen aus unserer Partnerstadt haben beim Aufbau der Zwickauer SPD nach der Wende großzügig, uneigennützig und schnell geholfen. Seitdem sind sich die Sozial168demokraten beider Städte in Freundschaft verbunden. Der Vorsitzende der Dortmunder SPD, Franz-Josef Drabig, betonte in seinem Grußwort, wie rasant und positiv sich Zwickau in den letzten Jahren entwickelt haben. Zum Abschluss des Festaktes sang der Chor der Pestalozzischule gemeinsam mit den Versammelten das alte Arbeiterlied "Wann wir schreiten seit an seit".